Kommunalwahl am 26. Oktober 2003

Am 26. Oktober 2003 kandidierte ich mit 18 Jahren das erste Mal in meinem Leben für ein politisches Amt. Ich trat als Einzelkandidat an und brauchte daher noch mindestens 20 Unterstützungsunter-schriften. Ich war in der 13. Jahrgangstufe und nutzte die Herbstferien für meinen Wahlkampf. Mit wenigen Euro und einigen Freunden kopierten und verteilten wir selbsthergestellte Flyer. Einige Interviews in Zeitungen brachten kostenlos weitere Wahlwerbung.

Nach einem anstrengenden wochenlangen Wahlkampf habe ich mit 381 Stimmen etwa 2% in meinem Wahlkreis bekommen. Da ich als Einzelkandidat nur in einem Wahlkreis antreten durfte, wurden mir für den zweiten Null Stimmen angerechnet, so dass mein Ergebnis am Ende noch einmal halbiert wurde. Für einen Sitz hat es zwar nicht gereicht, aber ich habe eine Menge gelernt.

Gerade die Einzelgespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern von Eberswalde haben mir am meisten Spaß gemacht. Endlich konnte ich mich offen mit ihnen über ihre Probleme, aber auch ihre Vorschläge unterhalten.

Spätestens seit dieser Erfahrung steht für mich fest, dass ich mich weiterhin politisch engagieren möchte und werde. Auch, wenn mein politischer Selbstfindungsprozess leider sechs Jahre gebraucht hat und auch einige Fehltritte dabei waren, so bin ich doch froh, dass ich jetzt meine politische Heimat bei der FDP gefunden habe.

Ich kann jedem nur raten, sich auch politisch zu engagieren, denn Politik ist einfach zu wichtig, um sich nicht dafür zu interessieren. Und gerade Jugendlichen kann ich empfehlen, sich ruhig mal in einem Jugendparlament oder Jugendbeirat oder einem ähnlichen Gremium zu engagieren. In solchen Gremien kann man sich wenigstens auch schon einmal parteiunabhängig politisch engagieren. Heute bereue ich es, dass ich diese Möglichkeit nicht mit 16 Jahren genutzt habe.


Weitere Informationen zur Kommunalwahl 2003

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