Das „Grüne Quartier“ in EberswaldeWahlprogramm für das Brandenburgische Viertel 2008 - 2014
Es existiert für das Brandenburgische Viertel ein Stadtteilentwicklungskonzept. Das Ziel lautet, bis 2020 das Wohngebiet von der Massenunterkunft zum „Grünen Quartier“ zu entwickeln. Dabei haben wir, die Einwohner des Stadtteils, die Möglichkeit uns an diesem Prozess aktiv zu beteiligen. Viele Bürger nutzen bereits die Chancen und engagieren sich ehrenamtlich für das Brandenburgische Viertel. Ziel muss es sein, dass alle Gruppen im Viertel bei der Entwicklung des Stadtteils berücksichtigt werden und sich hier wohl fühlen. Unser Stadtteil muss im Rahmen der Möglichkeiten senioren- und behindertenfreundlicher werden. Dazu werde mit dem Seniorenbeirat und der Behindertenbeauftragten zusammenarbeiten. Ziel soll es sein, möglichst viele Wege im Viertel barrierefrei zu gestalten. Meines Erachtens müssen gerade auch für ältere Mitbürger noch mehr Parkbänke im Viertel errichtet und nicht abgebaut werden! Gleichzeitig muss unser Viertel aber auch kinder- und jugendfreundlicher werden. Wir haben von allen Stadtteilen die meisten Spielplätze. Allerdings müssen diese auf Qualität und Sauberkeit geprüft und verbessert werden. Junge Eltern müssen Unterstützung und Hilfe erfahren, wenn sie mit ihrer neuen Situation nicht allein zurecht kommen. Dabei ist mir die Zusammenarbeit mit Einrichtungen, wie dem Eltern-Kind-Zentrum, dem Netzwerk Gesunde Kinder, dem Familienzentrum und dem Lokalen Bündnis für Familie, besonders wichtig. Wir können nur gemeinsam die Zukunft für unseren Stadtteil gestalten! Auch im Bereich des Sports braucht sich unser Stadtteil nicht zu verstecken. Wir haben drei Sporthallen in gutem Zustand und zwei Kampfsportvereine, einer davon mit Fitnessbereich, hier ansässig. Und gerade der Sport fördert die soziale Integration, schafft interkulturelle Kommunikation und trägt zum besseren Verständnis der unterschiedlichen Generationen füreinander bei. Genau an diesen Stellen ist enorm viel ehrenamtliches Engagement nötig. Mein zentrales Anliegen als Ortsvorsteher ist es, bürgerschaftliches Engagement, sowie hier ansässige Vereine und Initiativen weiter zu fördern und zu unterstützen! Im Brandenburgischen Viertel sind mehrere Bildungseinrichtungen ansässig, wie die „Märkische Schule“, die Bildungseinrichtung Buckow und die Grundschule „Schwärzesee“. Diese drei Einrichtungen müssen in jedem Fall im Viertel gehalten und in ihrer Entwicklung unterstützt werden! Gleiches gilt auch für die beiden Kindertagesstätten und den Hort. Sie alle leisten einen ganz wesentlichen Beitrag für die Gesellschaft. Auch der erst neu geschaffene Verkehrsgarten stellt für mich eine Bildungseinrichtung dar, welche inzwischen sehr gut genutzt wird. Das soll auch so bleiben und weiter ausgebaut werden. Dazu werde ich die Verkehrswacht Barnim nach besten Kräften unterstützen! Für die Jugend steht im Viertel der „Club am Wald“ mit der neu geschaffenen Aktionsfläche (Skateranlage) zur Verfügung. Um hier ein ausgewogenes Verhältnis der Interessen der Anwohner zu berücksichtigen, halte ich das Aufstellen von Lärmschutzwänden direkt an der Anlage für notwendig. Außerdem entstehen mit dem WBG-Freizeitschiff in der Prignitzer Straße und der ehemaligen „Kita Spatzennest“ in der Havellandstraße gerade zwei Vereinshäuser im Stadtteil, die auch ein breites Angebot für Jugendliche anbieten. Die Zahl der Revierpolizisten wurde verstärkt und die Zahl der Straftaten ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Im Jahr 2007 gab es im Viertel mit ungefähr 70% die höchste Aufklärungsquote bei Straftaten in ganz Eberswalde. Ich werde sehr eng mit den Kollegen von Polizei und Ordnungsamt zusammenarbeiten, um diese Quote weiter zu verbessern und die Zahl der Straftaten weiter zu senken! Im Bereich Potsdamer Platz muss stärker bei der Missachtung der Hundehalterordnung seitens der Polizei und des Ordnungsamtes durchgegriffen werden. Auch bei der Verbesserung der Sauberkeit ist bürgerschaftliches Handeln gefragt! So finden Initiativen, wie die Grundschüler mit ihrer Anti-Olchi-Gruppe, die regelmäßig im Viertel sauber machen und Unrat aufsammeln, meine volle Unterstützung. Die beiden Ruinen „Specht“ und „Edeka“ sind ein Schandfleck für unser Viertel und bilden Raum für unerwünschte Aktivitäten. Hier muss weiter über die Stadtverwaltung mit den Eigentümern verhandelt werden. Da diese Ruinen gefährlich sind und kein Raum für Aktivitäten bieten sollten, ist ein Absperrzaun um die Ruine des „Specht“ unbedingt notwendig! Viele Spielplätze sind von Müll, Bierflaschen, Zigarettenkippen und Hundehinterlassenschaften besonders betroffen. Von Kindern wurde immer wieder der Wunsch geäußert, Schilder aufzustellen, die eindeutig darauf hinweisen, dass Hunde, Zigaretten und Alkohol auf Spielplätzen nicht erwünscht sind. Auch die Sauberkeit an Bushaltestellen ist durch unzählige weggeworfene Zigarettenkippen ein Problem. Um dieser Verschmutzung entgegenzuwirken, müssen die Müllbehälter an den Bushaltestellen durch solche ersetzt werden, die auch zur Entsorgung von Zigarettenkippen geeignet sind! |
|||